Bauernhäuser kaufen: Ein Trend im Immobilienmarkt

Bauernhäuser kaufen: Ein Trend im Immobilienmarkt

Viele Jahre und Jahrzehntelang galten alte Bauernhöfe als Groschengrab. Sie verfielen zusehends, da sich kaum ein Käufer für die historischen Objekte interessierte. Die Zeiten haben sich verändert und heute gelten Bauernhäuser als exklusiver Wohntrend mit einem nicht unerheblichen Anteil von Luxus.

 

Warum Bauernhäuser immer beliebter werden

Im innerstädtischen Bereich und in den angrenzenden Regionen ist es kaum noch möglich, ausreichend großen Wohnraum und ein Stück Natur für bezahlbare Preise zu kaufen. Immer mehr Familien, die der Hektik des Alltags entfliehen möchten, sehen sich nach alten Gehöften und nach renovierungsbedürftigen Bauernhäusern um. Hier gibt es viel Platz für verhältnismäßig wenig Geld, Felder, Wiesen und Wälder grenzen direkt ans Grundstück an und der eigenen Kreativität sind beim Um- und Ausbau kaum Grenzen gesteckt. „Zurück zur Natur“ ist ein Grund für die Stadtflucht, die seit einigen Jahren kontinuierlich ansteigt. Dazu kommt der historische Charme, der nicht zuletzt auf den natürlichen Baumaterialien und auf den oftmals freiliegenden Holzbalken an der Decke und an den Wänden beruht. Selbst alte Schweine- und Kuhställe werden gesucht und mit viel Liebe zum Detail in ein gemütliches, wohnliches und raumklimagesundes Bauernhaus umgebaut. An keinem anderen Ort kann man so gut zur Ruhe kommen wie in einem Bauernhaus, zu dem im Optimalfall ein großer Hof und ein Gartengrundstück gehört.

 

Einen alten Bauernhof kaufen: Das gilt es zu beachten

Die LBS Immobilien Südwest hat einige Bauernhöfe im Einzugsgebiet in ihrem Portfolio. Können die Eltern oder die Großeltern das Haus nicht mehr halten oder ziehen ins Heim und die Kinder lehnen die Übernahme des Bauernhauses ab, kommen diese Objekte in den freien Verkauf. Hierbei handelt es sich oftmals um Immobilien, die dringend saniert oder wenigstens modernisiert werden müssen. Diese Aspekte sollten beim Kauf bedacht werden, da für den Ausbau nach modernen Standards eine höhere Investition notwendig wird. Doch der Wunsch nach Freiheit und einem Lebensgefühl fernab der städtischen Hektik sorgt dafür, dass selbst stark sanierungsbedürftige Bauernhäuser nicht lange zum Verkauf stehen. Interessenten, die einen Immobiliengutachter zur Besichtigung mitnehmen, schützen sich vor unvorhersehbaren Ausgaben und haben dabei den Vorteil, den eigentlichen Kaufpreis zu senken und ein alternatives Angebot zu unterbreiten. Wer ein Bauernhaus kauft, sollte wissen, dass es neben den Maßnahmen zur Bewohnbarmachung auch im Nachhinein immer Reparaturen und Instandsetzungen geben wird. Schließlich stammen die meisten Objekte aus dem 19. oder aus dem 20. Jahrhundert und wurden in den vergangenen Jahrzehnten nur notdürftig instand gehalten. Die Erneuerung der Elektrik, der sanitären Anlagen und der Heizung sind drei Ausgaben, die man beim Kauf eines Bauernhauses von Anfang an einkalkulieren sollte.

Darum suchen viele Städter die Idylle der Natur

Das Leben in deutschen Großstädten ist teuer geworden. Adäquater Wohnraum ist schwer zu finden und wenn ein Objekt zur Familie passt, ist es in vielen Fällen unbezahlbar oder zieht eine Verschuldung bis ins Rentenalter nach sich. Dazu kommt, dass das Wohlbefinden in der Stadt sinkt und dass vielen Menschen der direkte Zugang zur Natur fehlt. In der Stadt arbeiten und in einem Bauernhaus auf dem Land leben ist ein Trend, der zukünftig noch weiter zunehmen wird. Nach einem langen und kräftezehrenden Arbeitstag träumen Familien davon, ihre Freizeit in der Natur zu verbringen und sich vom Alltag zu erholen. Das Bauernhaus bietet mehr Raum als jede Stadtwohnung und lässt sich ganz nach den eigenen Ansprüchen ausbauen und gestalten. Frische Luft, kein Straßenlärm und das entspannte Flair sind weitere Gründe dafür, dass viele ehemals leidenschaftliche Städter eine Immobilie im Grünen suchen und sich aufgrund der Vorteile für ein Bauernhaus entscheiden.

Bei der Besichtigung sollten essenzielle Dinge beachtet und alle wichtigen Fragen gestellt werden. Neben dem Interesse dafür, warum die Immobilie verkauft wird, spielt der tatsächliche Zustand eine wichtige Rolle. Der bekannte Reparatur- und Instandsetzungsbedarf muss vom Verkäufer klar kommuniziert werden. Da man sich als Interessent nicht auf die Offenheit und Ehrlichkeit des Verkäufers verlassen kann, sollte ein Sachverständiger das Bauernhaus in Augenschein nehmen und beim zweiten Besichtigungstermin mit vor Ort sein. Wichtig ist auch, dass alle zum Haus gehörenden Dokumente zum Besichtigungstermin vorliegen und dass sich der Interessent so einen ersten Eindruck verschaffen kann.

Mit welchen Kosten ist bei einem Bauernhaus zu rechnen?

Bauernhäuser im sanierungsbedürftigen Zustand sind je nach Region und Größe bereits zu einem Kaufpreis von unter 100.000 Euro erhältlich. Das klingt auf den ersten Blick verlockend, wenn man die Objektgröße und die Lage betrachtet und diese Details dem Kaufpreis gegenüber stellt. Doch der Aufwand und die Kosten für eine Sanierung sollten nicht unterschätzt werden. Im Durchschnitt verdoppelt sich der Preis für ein Bauernhaus, wenn die notwendigen Maßnahmen für die Installation einer neuen Heizung, die Modernisierung der sanitären Anlagen und der Rohre sowie der elektrischen Leitungen eingerechnet wird. Hinzu kommen Ausgaben für den Innenausbau, für Wanddurchbrüche und für die Aufbereitung oder die Erneuerung der Fußböden. Wer ein Bauernhaus für 100.000 Euro findet, kann je nach eigenen Ansprüchen mit Ausbaukosten in der gleichen Höhe rechnen. Dieser Umstand sollte bei der Finanzierungsbeantragung einkalkuliert werden, da es nur schwer möglich ist, neben der Objektfinanzierung einen zusätzlichen Kredit für die Sanierung des Bauernhauses zu erhalten.

Platz, Raum und Freiheit – der Charme von Bauernhäusern

Ob Lehmbau oder Ziegel, Bauernhäuser versprühen einen einzigartigen Charme von wohnlicher Wärme und von Geborgenheit. Durch ihre Errichtung mit natürlichen Materialien haben sie ein gutes Raumklima. Das Hauptaugenmerk vieler Interessenten ruht auf den räumlichen Möglichkeiten, die sich anders als in einer Stadtwohnung, dem individuellen Bedarf anpassen lassen. Für die Innenraumplanung ist nicht unbedingt ein Architekt notwendig, denn sie lässt sich im ersten Schritt problemlos mit einem Online-Raumplaner in 3D vornehmen. Um die in Bauernhäusern üblichen kleinen Zimmer durch Wanddurchbrüche zu vergrößern und ein offenes Ambiente zu schaffen, sollte ein Statiker oder ein Spezialist für Fachwerkbauten hinzugezogen werden. Werden zum Kaufzeitpunkt verkleidete Holzbalken freigelegt, erhöht das den Charme und gibt obendrein die Sicherheit, eventuell defekte und nicht mehr tragfähige Holzkonstruktionen austauschen zu lassen.

 

Fazit: Bauernhäuser verfügen in der Regel über einen Hof und über ein großes Gartengrundstück, das viel Platz für die Selbstverwirklichung und für die Selbstversorgung bietet. Wer dem Stadtleben und der städtischen Hektik entfliehen möchte, findet in einem Bauernhaus Ruhe und Entspannung. Trotz zusätzlicher Sanierungskosten sind Bauernhäuser günstiger als ein Neubau auf einem städtischen Grundstück. Die Nähe zur Natur und das harmonische Zusammenleben mit der Nachbarschaft machen einen zusätzlichen Reiz aus. Nicht nur große Familien, sondern auch kreative Menschen und Freigeister fühlen sich im räumlichen Angebot eines Bauernhauses wohler als in einer Wohnung oder in einem Haus mit begrenzten Raumkapazitäten.

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