Kleintiergehege selber bauen – so funktioniert es

Kleintiergehege selber bauen – so funktioniert es

Tiere brauchen nicht nur Futter und Wasser, sondern auch reichlich frische Luft und Sonne. Deshalb beschließen viele Kleintierbesitzer, ihren Tieren im Sommer in der Natur Auslauf zu ermöglichen. Damit die Tiere jedoch nicht ausbüxen oder sich verletzen können, ist ein Kleintiergehege ratsam. Das Gehege sollte dabei – je nach Kleintier – ausreichend groß sein und ein paar Bedingungen erfüllen. Im Fachhandel gibt es zwar eine schöne Auswahl an unterschiedlichen Käfigen und Gehegen, allerdings ist es ebenso möglich, ein entsprechendes Modell selber zu bauen. Wir verraten, was es beim Eigenbau zu beachten gilt.

Für welche Tiere ist ein Kleintiergehege im Garten sinnvoll?

Für welche Tiere ist ein Kleintiergehege im Garten sinnvoll?

Nicht nur Hasen oder Kaninchen, auch Meerschweinchen, Hamster, Hühner oder Chinchillas freuen sich über eine Auszeit im Garten. Damit sich jedoch jedes Tier im Kleintiergehege wohlfühlt und hervorragend geschützt ist, gilt es ein paar wichtige Hinweise zu beachten.

Material

Damit das Gehege stabil ist und maximales Sicherheit bietet, ist robustes und witterungsbeständiges Material vorzuziehen. Für ein Kleintiergehege eignen sich zum Beispiel Holz oder Metall sowie Nylongewebe. Auch ein Drahtgeflecht wie ein Maschendrahtzaun kann je nach Tier sinnvoll sein. Vor allem bei Nagern ist es wichtig, dass sich das Gehegematerial nicht durchbeißen lässt. Je nach Materialaufwand kann das Kleintiergehege jedoch schwerer werden. Das ist auf jeden Fall zu bedenken, wenn das Gehege im Garten verschoben oder im Winter in der Garage zwischengelagert werden soll.

Größe

Ist das gewünschte Material festgelegt, ist zunächst eine Größe zu bestimmen, um die Materialmenge bestimmen zu können. Das ist empfehlenswert, um beim Bau keine unschöne Überraschungen zu erleben. Plane sogar lieber etwas mehr Material ein. Es kann immer passieren, dass Erneuerungen nötig sind. Somit liegt Ersatzmaterial im Bedarfsfall zur Hand. Wie viel Material für das Kleintiergehege verwendet werden sollte, hängt von der Tiergröße ab. Ungefähr 2 m² sind dabei mindestens einzuplanen, damit das Tier volle Bewegungsfreiheit genießen kann. Manchmal reicht dieser Raum für verschiedene Kleintiere jedoch nicht aus. Vor allem Hasen und Meerschweinchen, die größer sind, freuen sich über ein größeres Platzangebot, das sie gerne ausschöpfen.

Aufbau

Ist die Größe bestimmt, kann der Materialkauf beginnen. Neben den Grundmaterialien sind Schrauben, Nägel, Scharniere sowie Riegel, Dachlatten und passendes Werkzeug zu besorgen. Dazu zählen neben Säge, Seitenschneider und Bohrer auch ein Hammer sowie eine Wasserwaage.

Lege anschließend die gewünschte Fläche im Außenbereich fest, um nochmals Maß nehmen zu können. Anschließend kann das Grundgerüst mit dem Anlegen von Pfosten beginnen. Diese bilden die Basis, um die Rahmen für den Boden und sowie den Dachbereich befestigen zu können. Sind die Eckpfosten fest mit dem Rahmen verbunden, kann das Nylongewebe oder das Drahtgeflecht um den Rahmen gespannt werden. Damit das Schutzmaterial gut hält, ist es außerdem wichtig, eine Fixierung am Rahmen sowie den Eckpfosten vorzunehmen.

Tipp: Je größer das Tiergehege ist, desto sinnvoller ist es, auch Zwischenpfosten anzulegen. Das ist sinnvoll, um dem Gehege mehr Stabilität zu verleihen.

Lege nun einen Buddelschutz für den Boden und ein Dach für den oberen Bereich an. Lediglich im Türbereich ist Draht oder Gewebe auszusparen. Für den Türrahmen ist ein Scharnier zwischen Latten oder Eckpfosten einzulassen. Hier kann nun eine Tür passend mit Riegel angebracht werden, um einen guten Zugang zum Kleintiergehege zu schaffen.

Je nach Gehegeart können ebenso ein Unterschlupf, verschiedene Etagen und Sonnenschutzbereiche integriert werden. Auch Spielzeug, Näpfe für Nahrung und reichlich Stroh darf nicht vergessen werden. Insgesamt entsteht ein Kleintiergehege, in dem sich das Tier wohlfühlt und gerne aufhält.

Kleintiergehege selber bauen – so funktioniert es

 

Eingewöhnungszeit

Viele Tiere sind vor dem Betreten eines Kleintiergeheges vermutlich noch nicht im Freien gewesen. Dementsprechend wird es sich zunächst mit dem Gehege vertraut machen wollen. Einige Tiere ziehen sich dazu in eine Ecke zurück und beobachten ihr neues Heim in der ersten Zeit. Stelle frisches Wasser und Nahrung bereit und lasse das Tier am besten ein wenig ruhen. Mit der Zeit wird es das Gehege erkunden und sich an der neuen Freiheit erfreuen.

Tipp: Bedenke, dass ein Gehege immer ausreichend Platz für ein Tier bieten sollte. Je mehr Tiere ins Gehege sollen, desto mehr Raum und Unterschlüpfe sind einzuplanen.

Wetterfestigkeit

Einige Tiere genießen das Freigehege vor allem während der warmen Jahreszeiten, andere freuen sich auch im Winter über eine Auszeit im Freien. Für Kleintiere, die auch im während der kalten Wintermonate in der Natur untergebracht werden sollen, sind Unterschlüpfe geeignet. Ein Haus und viel Stroh sorgen dabei für gewissen Schutz bei Wind und Kälte. Die Tiere können sich dort einkuscheln, sind vor Nässe geschützt und können dennoch Freiheit genießen.

Extra-Tipp: Es ist ratsam, Tieren die im Freien überwintern, vor Einbruch der Kälte mit speziellen Vitaminpräparaten oder Kraftfutter zu versorgen.

Im Sommer sind viele Kleintiere im Freien und genießen nicht nur die warme Sommerluft, sondern auch die Wärme. Allerdings kann die Hitze einigen Tieren schwer zu schaffen machen. Deshalb ist für das Gehege je nach Tierart ein halbschattiges bis schattiges Plätzchen zu wählen. Steht das Kleintiergehege nämlich ständig in der brütenden Hitze, kann das Tier keinen Schutz finden und muss leiden. Plane daher für das Gehege einen Platz unter Bäumen ein oder stelle alternativ einen Sonnenschirm auf, damit das Tier bestmöglich geschützt ist.

Extra-Tipp: Biete täglich frisches Wasser und kühles Futter an. Im Sommer ist der Vorrat regelmäßig zu erneuern oder aufzufüllen. Somit ist es möglich, die Tiere bestmöglich zu versorgen und ihnen trotzdem einen angenehmen Platz in der Natur zu ermöglichen.

Bedenke zudem, dass Kleintiere, die eigentlich immer in Wohnräumen untergebracht sind, sich zunächst an die Außenverhältnisse gewöhnen müssen. Das ist vor allem bei extremer Hitze oder Kälte wichtig.

Gehege gut absichern

Das Gerüst besteht aus Holz oder Metall, während der Rahmen mit Maschendrahtzaun oder Nylon überzogen ist. Bedenke jedoch nicht nur den Boden oder die Seiten, sondern auch den oberen Bereich. Viele Tiere sind gute Kletterer. Um das Tier jedoch zu schützen, sollte das Gehege in allen Bereichen Sicherheit bieten. Es gibt zudem Kleintiere, die gerne graben. Sichere daher das Gehege gut ab, damit das Tier sich keinen Weg freilegen kann.

Doch ebenso wie dein Tier nicht ausbüxen sollte, ist es wichtig, dass Fremdtiere nicht den Weg ins Tiergehege finden dürfen. Es gibt einige Tiere, die sich das ganze Jahr über in der freien Natur bewegen und auf der Suche nach Beute sind. Nicht nur Katzen, auch Marder und andere Wildtiere versuchen sich Zugang zum Kleintiergehege zu beschaffen. Sorge daher dafür, dass kein Fremdtier zum Haustier vordringen und Schaden anrichten kann.

Damit das gelingt, sollte das Gehege fest mit dem Boden arretiert sein. Auch das Dach sollte nicht mühelos beiseite geschoben werden können. Eine solide Montage schützt das Tier und sorgt insgesamt für gute Sicherheit zu jeder Zeit.

Tipp: Baue eine Tür am besten im Seitenbereich ein. Von hier aus ist es möglich, das Tier dem Kleingehege zu entnehmen und Säuberungsarbeiten vorzunehmen – ohne Schwierigkeiten.

Kleintiergehege selber bauen

 

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