Wohin im Herbst reisen? Tipps für sonnige Ziele von Spanien bis Griechenland

Wohin im Herbst reisen?

Der Herbst in Deutschland kommt leise, mit kühleren Morgen und ersten Regentagen. Anderswo beginnt jetzt eine zweite Saison: weniger Betrieb, gleichmäßiges Licht, Temperaturen, die nach draußen locken. Wer dem Grau entfliehen will, findet im Süden Europas Orte, die ohne Eile auskommen: Küstenstädte, in denen Cafés wieder den Ton angeben, Inseln, die nach Saisonende ihre Umgebung zurückgewinnen, und Landschaften, die man lieber zu Fuß erkundet als vom Liegestuhl aus. Es ist die Zeit für leichte Koffer, für Spaziergänge am Meer und für Abende, die länger dauern, als man geplant hat. Vier Ziele, die im Herbst besonders überzeugen.

1. Spanien – milde Temperaturen und kulinarische Highlights

Wenn in Deutschland die ersten Blätter fallen, beginnt in Spaniens Norden eine ruhige, helle Phase. Besonders beliebt sind in dieser Saison die Flüge Frankfurt Bilbao mit Air France – eine Verbindung, die Kultur, Küche und Atlantikküste auf angenehme Weise zusammenbringt. Bilbao liegt zwischen grünen Hügeln und dem Fluss Nervión, die Stadt wirkt konzentriert, ohne Hast.

Bilbao reisen

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Wer ankommt, geht zu Fuß: vom Guggenheim über die Brücken in die Altstadt, durch enge Gassen zur Markthalle La Ribera. Mittags Pinxtos, abends ein Glas Rioja, dazwischen ein Blick aufs Wasser. Bilbao ist kein Badeort, aber ein Ort, an dem man gern bleibt – auch im Oktober, wenn das Licht weich ist und die Stadt hörbar atmet.

2. Portugal – ein Kurztrip ans Meer

Die Algarve wird im Herbst leiser. In Lagos, Tavira oder an der Westküste hört man wieder das Meer, nicht die Hochsaison. Wanderwege liegen frei, Buchten wirken weiter, und wer möchte, fährt mit dem Auto durch Olivenhaine bis an die Klippen von Sagres. Das Wasser bleibt noch angenehm, der Wind trägt Salz und Harz.

Portugal Reisen

Lissabon lohnt sich jetzt besonders. Die Tram rumpelt, die Aussichtspunkte sind nicht überfüllt, und in den Cafés entsteht dieses langsame Tempo, das zur Stadt gehört. Ein Pastel de Nata in der Hand, Blick auf den Tejo, später ein Fado-Abend in Alfama – es braucht nicht mehr, um den Herbst umzudeuten.

3. Südfrankreich – Genuss und Gelassenheit

Zwischen Nizza, Menton und Aix-en-Provence endet der Sommer nie abrupt. Auf den Plätzen stehen Stühle im Freien, Märkte bieten Feigen und Brot, und die Platanen rascheln verlässlich. Jetzt zeigt die Côte d’Azur ihr Alltagsgesicht: weniger Kulisse, mehr Routine. Menschen, die von der Arbeit kommen, Kinder mit Schultaschen, Händler, die Kisten stapeln.

Côte d’Azur reisen

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Wer Zeit mitbringt, fährt ins Hinterland. Kurze Wege zu Terrassen mit Blick über Weinberge, Wege durch Dörfer, die im Sommer zu voll sind. Ein Kaffee am Nachmittag, später ein Glas Rosé, dazu Brot, Oliven, Käse. Es ist die Mischung aus Nähe zum Meer und der Ruhe im Landesinneren, die den Herbst hier trägt.

4. Griechenland – Sonne und Geschichte

Auf Kreta, Rhodos oder in Athen hält sich die Wärme bis in den November. Die großen Sehenswürdigkeiten sind wieder zugänglich, ohne Kolonne. Am Palast von Knossos ist Platz für das eigene Tempo, an der Akropolis hört man Stimmen, nicht Gedränge. In den Tavernen stehen Tische draußen, es riecht nach gegrilltem Oktopus und Zitrone.

Wer die Inseln mag, findet Pfade, die im Sommer niemand beachtet: kurze Wanderungen oberhalb kleiner Buchten, stille Kapellen, die sich zum Meer öffnen. Abends auf der Terrasse: ein stiller Himmel, ein weites, dunkles Blau. Griechenland im Herbst verlängert den Sommer – unaufgeregt, beständig.

Griechenland reisen

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Fazit – Reisen, wenn die Blätter fallen

Der Süden Europas gehört im Herbst denen, die langsamer schauen. Städte und Küsten werden wieder alltäglich, Wege klarer, Gespräche länger. Spanien, Portugal, Südfrankreich, Griechenland – vier Richtungen, die das Licht festhalten, wenn es hierzulande schon nachlässt. Wer jetzt reist, entdeckt bekannte Orte neu: ohne Eile, mit offenen Sinnen und genug Raum zwischen Ankunft und Abreise.Wohin im Herbst reisen?

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