Do-it-yourself-Trendreport: Das brauchen Sie zum Schneidern

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Ganz egal, ob Sie beim Shopping nicht das Passende gefunden haben oder, ob Sie einfach alten Kleidungsstücke zu neuem Glanz verhelfen wollen – mit dem richtigen Equipment geht das auch Zuhause, in der Do-it-yourself-Variante. Was Sie zum Schneidern brauchen, verrät dieser Beitrag. Anleitungen für Kissenbezüge, Sitzsäcke und Strandtaschen gibt es indes ebenfalls.

An die Maschine, fertig, los! Das Schneider-Hobby bekommt immer mehr Anhänger. Diese brauchen überschaubares Equipment

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  • Zum Trennen: Schere und Naht-Trenner

Das Schneidern ist ein Handwerk und so ist es auch nicht verwunderlich, dass dazu vor allem eins nötig ist: Handwerkszeug. So witzig es auch klingen mag, ist vor allem eine Schere, die sehr gut schneidet, das A und O um ins Schneider-Hobby zu starten. Bei den sogenannten Stoffscheren liegt die untere Kante auf der Arbeitsfläche auf. Wichtig ist, dass die Schere ihre Exklusivität erhält, sprich: Die Schere zum Stoffschneiden darf ihre Klinge auch nur an Stoff anlegen.

Für die kleinen Arbeiten, das Durchtrennen von Nähten etc. ist eine spitze Schere oder alternativ ein sogenannter Naht-Trenner eine sinnvolle Anschaffung. Die Blätter dieser Scheren sind meist besonders scharf und durchtrennen mit einem kleinen Cut die Naht. Im Vergleich dazu kann ein Naht-Trenner dazu genutzt werden, Nähte aufzutrennen oder gar Knopflöcher einzuschneiden. Eine Zackenschere ist immer dann eine Überlegung wert, wenn geplant ist, fest Stoffe zu verarbeiten.

  • Zum Zusammenfügen: Nadel und Garn

Um deutliche Ziernähte wie diese herauszuarbeiten, kann eine Spezialnadel helfen

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Natürlich sind diese zwei Komponenten essentiell wichtig, um eben das, was getrennt wurde, auch wieder entsprechend zusammenzufügen. Nadeln für die Nähmaschine sind das, was einen Anfänger schnell einmal zur Weißglut bringen kann, denn: Sie brechen nur allzu häufig und meist dann, wenn kein Ersatz vorhanden ist. Deswegen sollte der gute Rat – möglichst einen kleinen Vorrat an Nähmaschinennadeln anzulegen – durchaus beherzigt werden, wenn nicht am Sonntagmittag unerwartet Schluss sein soll mit der Nähfreude. Wichtig bei der Wahl der richtigen Nadel ist vor allem der Blick auf den Stoff, denn Nadel und Garn müssen zusammenpassen. Ein Blick in die folgende Tabelle zeigt, welche Varianten es gibt und wofür sie taugen:

Sticknadeln Spezialgarn und auch Metallfäden lassen sich besonders gut mit der Sticknadel verarbeiten. Aber auch Jersey- und Strick-Stoffe sind mit dieser Nadel gut zu vernähen. Sie hat eine abgerundete Spitze und ein größeres Nadelöhr.
Strechtnadeln (Jeansnadeln) Leder- oder Jeansstoff lässt sich mit einer Strechtnadel besonders gut verarbeiten, denn: Die Spitze ist spitz und stabil gleichermaßen.
Topstichnadeln Wer mit Steppnähten und kräftigem Ziergarn Akzente setzen möchte, der ist mit einer Topstichnadel gut beraten.
Universalnadeln Diese Nadeln sind des Anfängers Freund, denn sie kommen mit ganz vielen Stoffen prima klar. Grundsätzlich jedoch gilt die Faustregel: Je feiner der Stoff ist, desto feiner sollte auch die Nadel sein.
Zwillingsnadeln Zwei Nadeln in nur einem Kolben geben dieser Nähmaschinennadeln ihre eindeutige Bezeichnung. Diese Sonderform benötigen wahre Künstler, die Steppnähte und dekorative Nähte für sich entdeckt haben.

Ohne Garn hilft allerdings die beste Nadel nichts, deswegen gehört das Garn zwangsläufig zur weiteren Must-have-Ausrüstung einer Nachwuchs-Schneiderin. Die Basics dürfen dabei nie ausgehen. Neben Schwarz und Weiß darf alles ins Nähkästchen, was gefällt. Anfänger setzen in der Regel auf Nähgarn aus Polyester, Seide und Baumwolle. Sonderformen brauchen diejenigen, die Ziersteppereien anfertigen möchten.

  • Zum Planen: Nadelkissen, Lineal und Maßband

Auch dieses Trio gehört zu den Basics in jeder Hobby-Schneider-Ausstattung. Mit Lineal und Maßband werden die Maße übertragen, im Nadelkissen sind die Nadeln gut verwahrt, die dann nötig sind, wenn Schnittmuster an eine Schneiderpuppe gepinnt werden. Auch zum Zusammenpinnen möglicher Knopffamilien sind diese Nadeln in der Praxis besonders beliebt. Zum Übertragen der Schnittmuster auf die Stoffe braucht es darüber hinaus noch Kreide, ein Kopierrädchen und Kopierpapier. Auf einer dicken Zeitungsunterlage kann dann das Schnittmuster auf das ausgewählte Stoffstück übertragen werden.

Exkurs: Großes Equipment bedarf großer Überlegungen

Im Idealfall ist es möglich mit eben den Materialien, die später auch vernäht werden sollen, auf der Wunsch-Maschine zur Probe zu nähen. Tipp: Beim Probenähen Ohren aufsperren! Wenn die Maschine zur Trommelfell-Zerreißprobe wird, ist es nicht die richtige Wahl.Die Wahl einer geeigneten Nähmaschine ist in diesem Zusammenhang noch aufwendiger, allerdings gibt es in diesem Blog ein paar Anfänger-Tipps:Die größten zwei Kostenpunkte bei der Ausstattung einer Hobby-Schneiderei sind sicherlich die Nähmaschine und die Schneiderpuppe. Bei der Wahl der Schneiderpuppe muss im Vorfeld feststehen, aus welchem Material (PU-Schaum oder Styropor) diese sein soll und, ob ihr Bezug beispielsweise waschbar sein sollte. Auch die grundsätzliche Form sollte natürlich feststehen, also gilt es die Frage zu beantworten, ob Kleidung für Mann, Frau oder Kind geschneidert werden soll. Um möglichst viele Gestaltungsfreiheiten zu haben, gibt es die Option, variable Modelle zu erwerben. Diese tragen dem realen Leben Rechnung und lassen sich in ihren Formen anpassen.

 Was in einem Laden als Ausstellungsstück verwendet wird, dient dem Hobby-Schneider als Arbeitsutensil

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  • Auch das, was genäht werden soll, sollte im Vorfeld etwas eingegrenzt werden, um eben dieses Modell ausfindig zu machen, das zum Näh-Stil und zum Näh-Ziel passt.
  • Wer’s ernst meint, der sollte ruhig ein paar Euro mehr in die Nähmaschine investieren, um dann ein Gerät zu haben, was nicht gleich bei der ersten Unwägbarkeit die Nadeln streicht.
  • Die Anzahl an Funktionen und Programmen ist keineswegs ausschlaggebend. Gerade am Anfang sind die Specials ohnehin nicht nutzbar. Daher ist es sinnvoller, eine überschaubare Anzahl an Funktionen zu haben.

 

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